Dienstag, Januar 23, 2007

Abschied III - Der 2. Umzugstag


"Unser" Container



Das Verpacken geht los


Da geht aber noch mehr rein ...


... jetzt ist (fast) alles verstaut ...


... nur unser Auto fehlt noch!


1 ...


2 ...


3 ...


4 ...


5 ...


und bremsen!


Klappe zu! Fertig!


Auf zum Hafen


Auf Wiedersehen in El Paso!



Insgesamt wurde unser Haushalt in 242 mehr oder weniger großen Paketen verpackt. Dazu kommt noch das Auto. Zwei Tage Arbeit für 4 Mann, die gepackt und geschraubt haben. Weitere 2 Mann kamen dann noch zum runtertragen dazu und 2 andere haben alles in den Container gestapelt. Es war ein nettes Team und die Stimmung war sehr gut - das hat zumindest meinen Abschiedsschmerz ein wenig gemindert.

Montag, Januar 22, 2007

Abschied II - Der 1. Umzugstag

Es ist früh. Der Wecker und der Regen, der an unser Schlafzimmerfenster trommelt, wecken uns um 05:30 Uhr. Regen? Regen! Aber heute wollen wir doch unsere Möbel verschiffen. Nun, da kann man wohl leider nichts machen. Die Telefonnummer von Petrus habe ich gerade nicht parat.

Nach dem Frühstück fangen wir an unsere Reisetaschen zu packen. Ich muss Klamotten für die nächsten 6 Wochen auswählen! Ein Horror für mich, denn ich weiß jetzt doch noch nicht, was ich anziehen möchte. Und ich muss mich entscheiden, welche Schuhe ich benötige und tragen möchte. Jens hat bei der ganzen Sache weniger Schwierigkeiten. Während wir packen, wird es langsam hell, der Regen hört auf und das Umzugsteam trudelt ein.

Meine Laune sinkt auf den Nullpunkt - irgendwie. Je mehr Packmaterial in unserer Wohnung landet, desto deutlicher wird mir, dass es nun wirklich kein Zurück mehr gibt. Es geht endlich los! Ich freu mich auf das bevorstehende Abenteuer El Paso und trotzdem beschleicht mich gerade ein wenig Trauer - das kann eigentlich nur Abschiedsschmerz sein. Ohne wird es wohl nicht gehen.

Das Umzugsunternehmen ist sehr routiniert und unsere Sachen verschwinden nach und nach in Kartons, Wellpappe und Papier. Ab und zu kommen Nachfragen, was und ob wir noch etwas benötigen oder ob alles eingepackt werden soll. Tja, es wird alles eingepackt. Und ich meine wirklich alles. Nichts bleibt ohne Pappe oder Papier.

Mein Abschiedsschmerz verschwindet ganz langsam. Meine Verlustängste schwinden genauso, wenn ich sehe, wie gut die Sachen verpackt werden. Muss nur noch der Container auf dem Schiff bleiben und nicht irgendwo im Ärmelkanal versinken ...

Am Ende des Tages ist das meiste bereits reisesicher verpackt. Es fehlen noch einige Möbel und meine ganzen Bücher aus der Stube und das "Zeugs" vom Dachboden und aus dem Keller. Der ganze Rest steht verpackt in unserer Wohnung und im Hausflur.

Heute haben 4 Leute von ITO (das Umzugsunternehmen) gepackt und morgen kommen dann noch einige dazu, denn morgen wird alles im Container verstaut.

Während ich das hier gerade tippe, beschleicht mich sogar wieder meine Vorfreude, die mich schon seit Wochen "quälte" und die gestern beim Gedanken an den bevorstehenden Umzug abhanden gekommen war. El Paso wir kommen!!!
















Samstag, Januar 06, 2007

Abschied I

Ein neues Jahr hat begonnen - wir wünschen allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches 2007.

Für uns bedeutet das neue Jahr vor allem eins: Aufregung! Nicht mehr lange und wir reisen in die Ferne. Am 22. Januar fangen all unsere Möbel und unser Auto mit der Reise per Schiff in einem Container an. Ich hoffe, der Container bleibt am Haken und anschließend auf dem Schiff - die Couch trocknet doch so schwer:


Am 24. Februar fliegen wir dann hinterher - nun wahrscheinlich überholen wir unser Hab und Gut irgendwo über dem Atlantik.

Aber bis es soweit ist, vergehen noch einige Tage mit Organisation und den letzten Erledigungen. Ich denke, im Großen und Ganzen haben wir zur Zeit alles gut im Griff und durchgeplant.

Das Außerplanmäßige sind die Abschiede und die haben schon begonnen. Am 29. Dezember hatte ich meinen letzten Arbeitstag - nach all den Wochen des Wartens auf diesen Tag, war ich dann schlussendlich sogar schon am Donnerstag traurig, dass es doch wirklich (für mich) vorbei sein sollte. Ich kann noch immer nicht fassen, dass ich zur Zeit keine Arbeit habe. Irgendwie denke ich noch immer, dass ich demnächst wieder los muss und nun nur Urlaub habe!? 3 Jahre Urlaub? Wohl eher nicht! Eine Woche vor meinem offiziellen letzten Arbeitstag, wurde ich von meinen Kolleginnen verabschiedet. Ich war sehr überrumpelt, als ich ins mittlere Besprechungszimmer gebeten wurde und dort alle "aufgereiht" standen. Sie gaben mir mein Abschiedsgeschenk (Auswanderungsstarthilfe = money) und wir erzählten noch kurz (die Betonung liegt auf "kurz", denn es war natürlich während der Arbeitszeit, so quasi wie in der bekannten Werbung: morgens halb zehn in Deutschland ...).
An meinem eigentlichen letzten Arbeitstag (der Freitag vor Silvester) waren nicht mehr sehr viele im Büro - naja, für alle die da waren, gab es dann umso mehr Kuchen

Gearbeitet habe ich ganz normal, allerdings mit einem sehr komischen Gefühl und natürlich in dem Bestreben zum Feierabend alles "glatt" zu haben. Nun ja, ich sollte einschränken: "alles Machbare glatt zu haben" und das hat auch geklappt. Arbeit ist ja immer da! Da viele früher gegangen sind, kamen die Kolleginnen und Chefs zu mir (ja, sogar auch die Chefs) und haben sich verabschiedet. Es war wirklich schön, endlich nach all den Jahren mal so etwas wie Anerkennung und Bedauern von Seiten der Chefs zu spüren - wobei ich mich keinen Illusionen hingeben werde: es ist nur kurzfristig. Wahrscheinlich sogar sehr kurzfristig. Richtig emotional wurde meine Chefin dann am Ende aber noch: sie meinte bei der Verabschiedung, jetzt soll ich mich aber mal drücken lassen ...

Gestern war dann der nächste "Abschied". Da wir leider unsere Pflanzen und Blumen nicht mitnehmen dürfen (nicht einmal totes Pflanzenmaterial darf in die USA eingeführt werden), haben wir diese bei meiner Mutti auf Arbeit, meinem Cousin und einem Freund von Jens untergebracht. Nun sind nur noch alle meine Kakteen hier, die ein anderer Freund bekommt. Unsere Wohnung ist jetzt echt kahl und leer ohne das Grünzeugs. Hier mal Vorher-Nachher-Fotos:

Vorher:

























Nachher (= jetzt gerade):




























Langsam wird mir immer bewusster, dass wir
TATSÄCHLICH das Land verlassen (werden). Kein Traum ...